Meetings in Microsoft Teams aufzeichnen – die vollständige Anleitung

Remote Work Oct 13, 2026 4 min read

Ob wichtige Projektbesprechung, Onboarding-Session oder unternehmensweites All-Hands-Meeting: Die Aufzeichnungsfunktion in Microsoft Teams macht es einfach, Inhalte festzuhalten und später wieder abzurufen. Damit die Aufzeichnung reibungslos klappt und dabei alle rechtlichen Anforderungen erfüllt werden, erklärt dieser Leitfaden alles, was Sie wissen müssen.

Wer darf Meetings aufzeichnen?

Nicht jeder Teilnehmer kann automatisch eine Aufzeichnung starten. Microsoft Teams knüpft die Aufzeichnungsberechtigung an bestimmte Rollen und Lizenzmodelle:

IT-Administratoren können die Aufzeichnungsberechtigungen über die Teams-Richtlinien im Admin Center feingranular steuern – beispielsweise die Funktion auf bestimmte Abteilungen beschränken oder ganz deaktivieren.

Schritt-für-Schritt: Eine Aufzeichnung starten

  1. Treten Sie dem Meeting bei oder starten Sie es als Organisator.
  2. Klicken Sie in der Symbolleiste auf die drei Punkte (Weitere Aktionen).
  3. Wählen Sie „Aufzeichnung starten”. Je nach Konfiguration erscheint gleichzeitig die Option, auch die automatische Transkription zu aktivieren.
  4. Alle Teilnehmer erhalten eine sichtbare Benachrichtigung, dass das Meeting aufgezeichnet wird.
  5. Zum Beenden klicken Sie erneut auf „Weitere Aktionen” und wählen „Aufzeichnung beenden”.

Die Aufzeichnung wird nach dem Meeting automatisch verarbeitet und steht innerhalb weniger Minuten bis Stunden zur Verfügung – je nach Länge des Meetings und Serverauslastung.

Automatische Transkription aktivieren

Parallel zur Videoaufzeichnung kann Teams automatisch ein Transkript erstellen. Dieses verschriftlicht gesprochene Beiträge in Echtzeit und ordnet sie den jeweiligen Sprechern zu. So lassen sich Meetings durchsuchen und wichtige Aussagen schnell wiederfinden, ohne das gesamte Video anzusehen.

Die Transkription wird direkt beim Start der Aufzeichnung aktiviert oder nachträglich über „Weitere Aktionen” → „Transkription starten”. Das fertige Transkript steht nach dem Meeting als eigene Datei zum Download bereit.

Wo werden Aufzeichnungen gespeichert?

Der Speicherort hängt davon ab, wo das Meeting stattgefunden hat:

Administratoren können in den Teams-Richtlinien außerdem eine Ablaufzeit für Aufzeichnungen festlegen. Nach Ablauf dieser Frist werden die Dateien automatisch gelöscht. Nutzer sehen das Ablaufdatum direkt in OneDrive oder SharePoint und können es – je nach Berechtigung – anpassen oder die Datei rechtzeitig herunterladen.

Aufzeichnungen teilen und herunterladen

Da Aufzeichnungen in OneDrive oder SharePoint gespeichert sind, gelten dieselben Freigabeoptionen wie für andere Dateien:

Rechtliche Hinweise und DSGVO-Compliance

Hier ist besondere Sorgfalt geboten: In Deutschland und der gesamten EU ist die heimliche Aufzeichnung von Gesprächen verboten. Folgende Punkte sollten Sie unbedingt beachten:

Kanalmeetings vs. private Meetings – die wichtigsten Unterschiede

Bei Kanalmeetings haben alle Kanalmitglieder automatisch Zugriff auf die Aufzeichnung in SharePoint – das erleichtert die Nachverfolgung für das gesamte Team, birgt aber auch ein höheres Risiko für ungewollte Weitergabe sensibler Informationen. Bei privaten Meetings liegt die Aufzeichnung zunächst nur beim Aufzeichnenden in OneDrive; dieser muss die Datei aktiv freigeben.

Für vertrauliche Themen – etwa Personalgespräche oder strategische Planungsrunden – empfiehlt sich daher grundsätzlich das private Meeting-Format, um die Zugriffskontrolle zu behalten.

Praktische Tipps für bessere Aufzeichnungen

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