WebP ist seit Jahren das Thema unter Web-Entwicklern und SEO-Experten: Google hat das Format entwickelt, um Websites schneller zu machen – und es funktioniert. Doch PNG hat sich über Jahrzehnte bewährt. Lohnt sich der Umstieg wirklich? Dieser Leitfaden beantwortet die Frage konkret.
WebP ist ein modernes Bildformat, das Google im Jahr 2010 veröffentlichte. Es basiert auf dem VP8-Videocodec und wurde speziell für das Web entwickelt: kleinere Dateigrößen, ohne sichtbare Qualitätseinbußen. WebP unterstützt sowohl verlustbehaftete als auch verlustfreie Komprimierung – und als einziges weitverbreitetes Format beides in Kombination mit Transparenz (Alpha-Kanal).
Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber JPG, das keine Transparenz unterstützt, und PNG, das zwar verlustfreie Komprimierung bietet, aber bei Fotos deutlich größere Dateien erzeugt als WebP.
| Merkmal | PNG | WebP |
|---|---|---|
| Komprimierung (verlustfrei) | Ja | Ja |
| Komprimierung (verlustbehaftet) | Nein | Ja |
| Transparenz | Ja (voller Alpha-Kanal) | Ja (voller Alpha-Kanal) |
| Typische Dateigröße (Fotos) | Sehr groß | Mittel (25–35 % kleiner als JPG) |
| Typische Dateigröße (Grafiken) | Klein bis mittel | Bis zu 26 % kleiner als PNG |
| Animation | Nein (nur via APNG) | Ja (animiertes WebP) |
| Browserunterstützung | Universell | Alle modernen Browser |
| Tool-Unterstützung | Universell | Gut, aber nicht überall |
Die Zahlen sprechen für sich: Laut Googles eigenen Tests und unabhängigen Studien ist WebP im Vergleich:
Für eine Website mit vielen Bildern bedeutet das eine erhebliche Reduzierung des Datenvolumens – und damit schnellere Ladezeiten, bessere Core Web Vitals und potentiell bessere Google-Rankings.
Lange war die fehlende Browserunterstützung das Hauptargument gegen WebP. Das hat sich grundlegend geändert. Heute unterstützen alle relevanten Browser WebP vollständig:
Mit Stand 2024 unterstützen über 97 % aller genutzten Browser WebP. Ein Fallback auf JPG oder PNG ist für die meisten Websites nicht mehr notwendig – es sei denn, es gibt sehr spezifische Anforderungen an ältere Systeme.
WebP schlägt PNG in nahezu allen Web-Szenarien:
Es gibt Situationen, in denen PNG weiterhin Sinn macht:
Die Konvertierung ist einfach und in vielen Workflows bereits integriert:
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt das HTML-<picture>-Element, das je nach Browser das optimale Format ausliefert:
<picture>
<source srcset="bild.webp" type="image/webp">
<img src="bild.png" alt="Bildbeschreibung">
</picture>
Browser, die WebP unterstützen, laden die WebP-Version. Ältere Browser erhalten automatisch die PNG-Datei als Fallback.
Ja – für die meisten Websites lohnt sich der Umstieg auf WebP eindeutig. Die Dateien sind kleiner, die Ladezeiten sinken, und die Browserunterstützung ist heute kein Hindernis mehr. PNG bleibt sinnvoll für Archivierung, Bearbeitungs-Workflows und Kontexte außerhalb des Webs. Wer eine neue Website aufbaut oder eine bestehende optimiert, sollte WebP als primäres Format wählen – mit PNG als Fallback oder für spezielle Einsatzzwecke.
Direkt im Browser erledigen — die Datei verlässt Ihr Gerät nicht: Bild umwandeln