PNG vs. WebP: Lohnt sich der Wechsel?

Format Compare Oct 13, 2026 4 min read

WebP ist seit Jahren das Thema unter Web-Entwicklern und SEO-Experten: Google hat das Format entwickelt, um Websites schneller zu machen – und es funktioniert. Doch PNG hat sich über Jahrzehnte bewährt. Lohnt sich der Umstieg wirklich? Dieser Leitfaden beantwortet die Frage konkret.

Was ist WebP?

WebP ist ein modernes Bildformat, das Google im Jahr 2010 veröffentlichte. Es basiert auf dem VP8-Videocodec und wurde speziell für das Web entwickelt: kleinere Dateigrößen, ohne sichtbare Qualitätseinbußen. WebP unterstützt sowohl verlustbehaftete als auch verlustfreie Komprimierung – und als einziges weitverbreitetes Format beides in Kombination mit Transparenz (Alpha-Kanal).

Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber JPG, das keine Transparenz unterstützt, und PNG, das zwar verlustfreie Komprimierung bietet, aber bei Fotos deutlich größere Dateien erzeugt als WebP.

PNG vs. WebP: Die wichtigsten Unterschiede

Merkmal PNG WebP
Komprimierung (verlustfrei) Ja Ja
Komprimierung (verlustbehaftet) Nein Ja
Transparenz Ja (voller Alpha-Kanal) Ja (voller Alpha-Kanal)
Typische Dateigröße (Fotos) Sehr groß Mittel (25–35 % kleiner als JPG)
Typische Dateigröße (Grafiken) Klein bis mittel Bis zu 26 % kleiner als PNG
Animation Nein (nur via APNG) Ja (animiertes WebP)
Browserunterstützung Universell Alle modernen Browser
Tool-Unterstützung Universell Gut, aber nicht überall

Wie viel kleiner ist WebP wirklich?

Die Zahlen sprechen für sich: Laut Googles eigenen Tests und unabhängigen Studien ist WebP im Vergleich:

Für eine Website mit vielen Bildern bedeutet das eine erhebliche Reduzierung des Datenvolumens – und damit schnellere Ladezeiten, bessere Core Web Vitals und potentiell bessere Google-Rankings.

Browserunterstützung: Kein Problem mehr

Lange war die fehlende Browserunterstützung das Hauptargument gegen WebP. Das hat sich grundlegend geändert. Heute unterstützen alle relevanten Browser WebP vollständig:

Mit Stand 2024 unterstützen über 97 % aller genutzten Browser WebP. Ein Fallback auf JPG oder PNG ist für die meisten Websites nicht mehr notwendig – es sei denn, es gibt sehr spezifische Anforderungen an ältere Systeme.

Wann ist WebP besser als PNG?

WebP schlägt PNG in nahezu allen Web-Szenarien:

Wann PNG noch die bessere Wahl ist

Es gibt Situationen, in denen PNG weiterhin Sinn macht:

Wie konvertiert man PNG zu WebP?

Die Konvertierung ist einfach und in vielen Workflows bereits integriert:

  1. Online-Tools: Viele kostenlose Dienste konvertieren PNG zu WebP im Browser
  2. Bildbearbeitungssoftware: Aktuelle Versionen von Photoshop, GIMP und Affinity Photo unterstützen WebP-Export
  3. Kommandozeile: Das cwebp-Tool von Google ist kostenlos und sehr leistungsfähig
  4. Build-Tools: Webpack, Vite und ähnliche Tools können Bilder automatisch in WebP konvertieren
  5. CMS-Plugins: WordPress-Plugins wie ShortPixel oder Imagify konvertieren Bilder automatisch

WebP auf Websites einbinden – der sichere Weg

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt das HTML-<picture>-Element, das je nach Browser das optimale Format ausliefert:

<picture>
  <source srcset="bild.webp" type="image/webp">
  <img src="bild.png" alt="Bildbeschreibung">
</picture>

Browser, die WebP unterstützen, laden die WebP-Version. Ältere Browser erhalten automatisch die PNG-Datei als Fallback.

Fazit: Lohnt sich der Wechsel?

Ja – für die meisten Websites lohnt sich der Umstieg auf WebP eindeutig. Die Dateien sind kleiner, die Ladezeiten sinken, und die Browserunterstützung ist heute kein Hindernis mehr. PNG bleibt sinnvoll für Archivierung, Bearbeitungs-Workflows und Kontexte außerhalb des Webs. Wer eine neue Website aufbaut oder eine bestehende optimiert, sollte WebP als primäres Format wählen – mit PNG als Fallback oder für spezielle Einsatzzwecke.

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