Ob Teambesprechung, Kundenpräsentation oder Online-Schulung: Eine Aufzeichnung Ihrer Google-Meet-Sitzung sorgt dafür, dass kein wichtiger Inhalt verloren geht. In dieser Anleitung erfahren Sie, welche Voraussetzungen nötig sind, wie Sie eine Aufnahme starten und stoppen, wo die Datei landet und was Sie rechtlich beachten müssen.
Die Aufzeichnungsfunktion steht nicht in jedem Google-Konto zur Verfügung. Sie benötigen einen der folgenden kostenpflichtigen Tarife:
Mit einem privaten Gmail-Konto (ohne Workspace-Abo) ist eine Aufzeichnung nicht möglich. Außerdem muss der Administrator in der Google Admin-Konsole die Aufzeichnungsfunktion für Ihre Organisationseinheit aktiviert haben.
Workspace Individual richtet sich an Einzelpersonen ohne eigene Domain und bietet die Aufzeichnungsfunktion inklusive automatischer Transkription. Business-Tarife hingegen ermöglichen es Administratoren, granulare Richtlinien festzulegen – etwa wer aufzeichnen darf und ob Aufnahmen automatisch in freigegebene Laufwerke gespeichert werden. Für Teams ist daher ein Business-Plan in der Regel die bessere Wahl.
Wichtig: Sobald die Aufzeichnung beginnt, erhalten alle Teilnehmenden automatisch eine Benachrichtigung im Meeting. Personen, die dem Meeting später beitreten, sehen ebenfalls einen Hinweis. Es ist weder technisch noch rechtlich möglich, heimlich aufzuzeichnen – Google schließt das systemseitig aus.
Die Mobile-App für Android und iOS unterstützt das Starten von Aufzeichnungen ebenfalls – allerdings nur, wenn Ihr Workspace-Plan die Funktion freigibt. Tippen Sie während des Meetings auf die drei Punkte (Menü) und wählen Sie „Aufzeichnung starten”. Beachten Sie: Auf Mobilgeräten kann die Verarbeitungszeit nach dem Meeting etwas länger dauern, bis die Datei in Drive erscheint.
Nach dem Ende des Meetings verarbeitet Google die Aufnahme und speichert sie automatisch in Google Drive. Genauer gesagt landet die Datei im Ordner „Meet-Aufzeichnungen” im Drive des Meeting-Veranstalters. Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem direkten Link zur Datei.
Sobald die Verarbeitung abgeschlossen ist, können Sie die Aufnahme wie jede andere Datei in Google Drive öffnen, abspielen und teilen:
Alle Teilnehmenden des Meetings erhalten nach der Verarbeitung ebenfalls eine E-Mail mit einem Link zur Aufnahme – sofern sie innerhalb derselben Organisation sind. Externe Gäste erhalten den Link nicht automatisch; der Veranstalter muss die Datei manuell mit ihnen teilen.
In vielen Workspace-Tarifen erstellt Google Meet nach der Aufzeichnung auch ein automatisches Transkript. Die Textdatei wird als Google Doc im selben Drive-Ordner gespeichert wie die MP4-Datei. Das Transkript ist besonders nützlich, um Beschlüsse, Aufgaben oder Zitate schnell nachzuschlagen, ohne das gesamte Video anschauen zu müssen.
Die Erkennungsqualität hängt von der Sprachqualität, dem Mikrofon und der Deutlichkeit der Sprecher ab. Überprüfen Sie das Transkript daher stets auf Fehler, bevor Sie es weiterleiten.
In Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern gilt das Recht am eigenen Wort. Das bedeutet:
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