Wer mit Microsoft Word arbeitet, begegnet früher oder später beiden Dateiendungen: .doc und .docx. Auf den ersten Blick sehen sie ähnlich aus, doch hinter den zwei Buchstaben verbergen sich grundlegend verschiedene Technologien. Dieser Artikel erklärt, was die Formate unterscheidet, welches Sie verwenden sollten und warum die Umstellung von DOC auf DOCX ein wichtiger Schritt in der Geschichte der Textverarbeitung war.
Das DOC-Format wurde von Microsoft in den frühen 1980er-Jahren eingeführt und war jahrzehntelang das Standard-Dateiformat für Word-Dokumente. DOC-Dateien speichern Text, Formatierungen, Bilder und andere Inhalte in einem proprietären Binärformat. Das bedeutet: Die Datei ist für Menschen nicht direkt lesbar – ein spezielles Programm muss die binären Daten erst entschlüsseln und darstellen.
Das Binärformat brachte einige Nachteile mit sich:
Trotz dieser Einschränkungen war DOC bis Mitte der 2000er-Jahre das meistgenutzte Dokumentformat weltweit.
Mit der Veröffentlichung von Microsoft Office 2007 führte Microsoft das DOCX-Format ein. DOCX basiert auf dem offenen Standard Office Open XML (OOXML) und unterscheidet sich grundlegend von seinem Vorgänger.
Eine DOCX-Datei ist im Kern ein ZIP-Archiv. Wenn Sie die Dateiendung in .zip umbenennen und das Archiv öffnen, finden Sie darin mehrere XML-Dateien und Ordner, die gemeinsam das Dokument beschreiben. XML ist ein menschenlesbares Textformat, was mehrere Vorteile bietet:
DOC verwendet ein proprietäres Binärformat; DOCX ist ein ZIP-komprimiertes XML-Paket. Dies ist der grundlegendste Unterschied und erklärt alle weiteren Eigenschaften der beiden Formate.
DOCX-Dateien sind in der Regel 20–50 % kleiner als vergleichbare DOC-Dateien. Bei Dokumenten mit vielen Bildern kann der Unterschied noch größer ausfallen.
DOC wird von älteren Word-Versionen (Word 97 bis Word 2003) nativ unterstützt. DOCX erfordert Word 2007 oder neuer – oder ein alternatives Programm mit OOXML-Unterstützung. Für sehr alte Systeme kann DOC noch relevant sein; in der modernen Arbeitswelt ist DOCX jedoch die klare Wahl.
DOC-Dateien waren in der Vergangenheit ein beliebter Verbreitungsweg für Makro-Viren. DOCX trennt Makros sauber vom Dokumentinhalt und bietet daher ein deutlich niedrigeres Risikoprofil.
Da DOCX intern aus einzelnen XML-Dateien besteht, lassen sich beschädigte Dokumente einfacher reparieren. Bei DOC-Binärdateien ist eine Beschädigung oft irreparabel.
Die Antwort ist in den meisten Fällen eindeutig: Verwenden Sie DOCX. Es ist moderner, sicherer, kompakter und breiter kompatibel. Nur in diesen Sonderfällen kann DOC noch sinnvoll sein:
In allen anderen Situationen ist DOCX die bessere Wahl – und Microsoft selbst empfiehlt es als Standardformat.
Die Konvertierung von DOC nach DOCX ist unkompliziert. In Microsoft Word genügt es, die Datei zu öffnen und über Datei > Speichern unter das Format „Word-Dokument (.docx)” zu wählen. Alternativ bieten Online-Konverter eine schnelle Möglichkeit, ohne installierte Software zu konvertieren.
Bei der Konvertierung sollten Sie Folgendes beachten:
DOC und DOCX sind keine bloßen Namensvarianten desselben Formats – sie repräsentieren zwei grundlegend verschiedene Technologiegenerationen. DOC ist das Erbe der frühen PC-Ära, DOCX der offene, moderne Standard für Textdokumente. Wer heute Dokumente erstellt oder austauscht, sollte konsequent auf DOCX setzen und alte DOC-Dateien bei Gelegenheit konvertieren.
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