SVG – Scalable Vector Graphics, auf Deutsch skalierbare Vektorgrafiken – ist ein Bildformat, das auf einem grundlegend anderen Prinzip basiert als JPG, PNG oder GIF. Während diese Formate Bilder als Raster von farbigen Pixeln speichern, beschreibt SVG Bilder mit mathematischen Formen und Koordinaten. Das Ergebnis: SVG-Grafiken können auf jede beliebige Größe skaliert werden, ohne an Qualität zu verlieren.
Um SVG zu verstehen, hilft ein Vergleich mit Rastergrafiken:
Rastergrafiken (JPG, PNG, GIF): Das Bild besteht aus einem Gitter von Pixeln. Jedes Pixel hat eine Farbe. Bei kleinen Darstellungen sieht das gut aus; wenn Sie das Bild stark vergrößern, werden die einzelnen Pixel sichtbar und das Bild wirkt pixelig oder unscharf.
Vektorgrafiken (SVG): Das Bild wird durch mathematische Beschreibungen von Formen gespeichert: „Zeichne einen Kreis mit Mittelpunkt (50, 50) und Radius 30, fülle ihn mit Rot.” Wenn Sie die Grafik vergrößern, werden die Formen einfach neu berechnet und mit perfekter Schärfe gezeichnet – egal ob auf einem Briefkopf oder einer Plakatwand.
SVG ist ein XML-basiertes Format – das bedeutet, eine SVG-Datei ist schlicht lesbarer Text. Das ermöglicht es, SVG-Dateien mit einem Texteditor zu öffnen und zu bearbeiten. Eine einfache SVG-Datei mit einem roten Kreis sieht so aus:
<svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 100 100"> <circle cx="50" cy="50" r="40" fill="red" /> </svg>
SVG unterstützt eine Vielzahl von grafischen Elementen:
SVG ist kein externes Plugin – es ist ein W3C-Standard und wird von allen modernen Browsern nativ unterstützt. SVG-Grafiken können direkt in HTML eingebettet werden, als externe Dateien verlinkt werden oder sogar mit CSS gestylt und mit JavaScript animiert werden. Das macht SVG zu einem mächtigen Werkzeug für interaktive Webgrafiken, Karten, Diagramme und Benutzeroberflächen.
Ein praktischer Vorteil: Da SVG-Code im HTML steht, kann das CSS der Webseite direkt auf SVG-Elemente angewendet werden. Logos können in verschiedenen Farbvarianten ausgespielt werden, ohne mehrere Bilddateien zu benötigen – einfach per CSS-Klasse.
Die führenden Programme für SVG-Erstellung sind Adobe Illustrator und das kostenlose Inkscape. Figma, Sketch und Affinity Designer exportieren ebenfalls SVG. Für einfache SVGs reicht ein Texteditor. Online-Tools wie Vectr oder SVG-Edit bieten eine browserbasierte Alternative.
SVG ist das Format der Wahl für alle Grafiken, die in verschiedenen Größen und auf verschiedenen Geräten perfekt aussehen müssen. Es ist ein offener W3C-Standard, ideal für das Web, interaktive Anwendungen und professionelle Drucksachen. Wer Logos, Icons oder Diagramme erstellt, sollte immer SVG als primäres Format in Betracht ziehen.
Wenn die Datei vertraulich ist, ist der sicherste Weg der, auf dem sie Ihren Rechner gar nicht erst verlässt. Bild umwandeln läuft vollständig im Browser: Die Datei wird von Ihrer Festplatte gelesen, im Arbeitsspeicher verarbeitet und wieder zurückgeschrieben — an einen Server geht nichts.
Direkt im Browser erledigen — die Datei verlässt Ihr Gerät nicht: Bild umwandeln