WebP ist ein modernes Bildformat, das Google entwickelt hat und das deutlich kleinere Dateigrößen bei vergleichbarer Bildqualität verspricht. Viele Websites setzen es heute ein, um Ladezeiten zu verkürzen. Doch wer ein WebP-Bild herunterlädt und damit weiterarbeiten möchte, stößt schnell auf ein Problem: Ältere Programme, bestimmte Druckdienste und manche Betriebssystemversionen können mit WebP schlicht nichts anfangen. Die Lösung ist eine Konvertierung nach JPG – dem universell kompatiblen Bildformat.
WebP ist technisch ausgereift, aber seine Verbreitung als unterstütztes Dateiformat ist noch nicht lückenlos. Folgende Situationen machen eine Konvertierung notwendig oder sinnvoll:
Die häufigsten Szenarien, in denen die Konvertierung von WebP zu JPG gefragt ist:
Für gelegentliche Konvertierungen sind browserbasierte Tools die praktischste Wahl. Man lädt die WebP-Datei hoch, wählt JPG als Ausgabeformat und lädt das Ergebnis herunter – ohne Installation, ohne Registrierung. Qualitätseinstellungen lassen sich meist über einen Schieberegler anpassen. Wichtig: Achten Sie bei Online-Tools auf den Datenschutz. Bilder mit sensiblen Inhalten sollten nur auf Diensten mit klarer Datenschutzerklärung und automatischer Löschung nach kurzer Zeit verarbeitet werden.
Windows 11 und neuere Windows-10-Versionen können WebP-Dateien mit der vorinstallierten App Paint öffnen – vorausgesetzt, der entsprechende Codec ist vorhanden. Die Konvertierung erfolgt dann in drei Schritten:
Nachteil: Paint bietet keine Qualitätskontrolle beim Export. Das JPG wird mit einer Standardkomprimierung gespeichert, die für viele Zwecke ausreicht, bei professionellen Anforderungen aber zu Qualitätsverlusten führen kann.
Auf dem Mac ist die vorinstallierte App Vorschau das Werkzeug der Wahl. Sie unterstützt WebP nativ und exportiert problemlos nach JPG:
Vorschau erlaubt es außerdem, mehrere Bilder gleichzeitig zu exportieren – mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Wer mehr Kontrolle über den Konvertierungsprozess möchte, nutzt GIMP (GNU Image Manipulation Program). Das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm unterstützt WebP ab Version 2.10 direkt. Nach dem Öffnen der Datei wählt man „Datei” → „Exportieren als”, gibt einen Dateinamen mit der Endung .jpg ein und stellt die Qualität im folgenden Dialog ein. Werte zwischen 80 und 95 liefern in der Regel sehr gute Ergebnisse.
Wer regelmäßig viele WebP-Dateien konvertiert, sollte auf Stapelverarbeitung setzen:
mogrify -format jpg *.webp konvertiert alle WebP-Dateien im aktuellen Ordner nach JPG – ideal für Fortgeschrittene.JPG ist ein verlustbehaftetes Format. Jede Konvertierung und jedes erneute Speichern reduziert die Bildqualität geringfügig. Diese Punkte helfen, den Qualitätsverlust minimal zu halten:
Wenn die Datei vertraulich ist, ist der sicherste Weg der, auf dem sie Ihren Rechner gar nicht erst verlässt. Bild umwandeln läuft vollständig im Browser: Die Datei wird von Ihrer Festplatte gelesen, im Arbeitsspeicher verarbeitet und wieder zurückgeschrieben — an einen Server geht nichts.
Direkt im Browser erledigen — die Datei verlässt Ihr Gerät nicht: Bild umwandeln