SVG und PNG sind beide unverzichtbare Grafikformate im Web – doch sie funktionieren grundlegend anders. Das Verständnis dieser Unterschiede hilft dabei, das richtige Format für jede Situation zu wählen und häufige Fehler wie verpixelte Logos oder unnötig große Dateien zu vermeiden.
Das Herzstück des Unterschieds liegt in der Darstellungstechnologie:
PNG ist eine Rastergrafik. Das Bild besteht aus einer festen Anzahl von Pixeln in einem rechteckigen Raster. Jeder Pixel hat eine definierte Farbe. Bei Verkleinerung oder Vergrößerung über die Originalgröße hinaus entstehen Qualitätsverluste: Das Bild wirkt unscharf oder pixelig. Eine PNG-Datei für ein Logo in 200×200 Pixeln sieht auf einem Retina-Display mit doppelter Pixeldichte bereits unscharf aus.
SVG (Scalable Vector Graphics) ist eine Vektorgrafik. Statt Pixel beschreibt SVG mathematisch Formen, Kurven, Linien und Texte. Ein Kreis wird nicht als Pixel gespeichert, sondern als mathematische Definition: Mittelpunkt, Radius, Farbe. Diese Beschreibung kann beliebig skaliert werden – von einem 16×16 px-Icon bis zu einem drei Meter breiten Messeaufsteller –, ohne jede Qualitätseinbuße.
Die praktische Konsequenz dieser technischen Grundlage ist enorm:
Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, welches Format kleiner ist – das hängt vollständig vom Bildinhalt ab:
SVG-Dateien können außerdem mit Gzip oder Brotli komprimiert werden (da es sich um Textdateien handelt), was die Übertragungsgröße nochmals deutlich reduziert.
Beide Formate werden von allen modernen Browsern vollständig unterstützt:
SVG bietet zusätzliche Einbindungsoptionen: Es kann direkt als Inline-Code im HTML eingebettet werden, was CSS-Styling, JavaScript-Animation und Accessibility-Features ermöglicht. Als externe Datei kann es per <img>, <object> oder als CSS-Hintergrund eingebunden werden.
SVG kann nativ animiert werden – entweder über CSS-Animationen oder über JavaScript. Das ermöglicht interaktive Icons, animierte Logos und komplexe Animationen ohne GIF-Artefakte. PNG selbst ist statisch und nicht animierbar (animierte Variante: APNG).
SVG-Code kann semantisch angereichert werden: Textalternativen, Beschreibungen und ARIA-Attribute sind direkt im SVG möglich. Suchmaschinen können SVG-Inhalte lesen. PNG-Dateien sind für Suchmaschinen opaque – nur das alt-Attribut im <img>-Tag wird ausgewertet.
SVG-Dateien sind XML-Textdateien und können in jedem Texteditor bearbeitet werden. Farben, Größen und Texte lassen sich direkt im Quellcode ändern. PNG-Dateien müssen in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet werden.
| Kriterium | SVG | PNG |
|---|---|---|
| Darstellungstechnologie | Vektor (mathematische Beschreibung) | Raster (Pixel) |
| Skalierbarkeit | Verlustfrei, beliebig skalierbar | Verlustreich, pixelgebunden |
| Geeignet für Fotos | Nein | Ja |
| Geeignet für Logos/Icons | Ideal | Eingeschränkt (Pixeldichte-Probleme) |
| Transparenz | Ja | Ja (Alpha-Kanal) |
| Animation | Ja (CSS/JS) | Nein (APNG für Animationen) |
| Dateigröße (einfache Grafik) | Sehr klein | Größer |
| Dateigröße (komplexe Grafik) | Kann groß werden | Konstant (pixelabhängig) |
| Browserunterstützung | Alle modernen Browser | Universell |
| CSS-Styling möglich | Ja (Inline-SVG) | Nein |
| Barrierefreiheit | Sehr gut (semantisch) | Über alt-Attribut |
| Komprimierung | Gzip/Brotli möglich | Verlustfrei (DEFLATE) |
SVG und PNG lösen unterschiedliche Probleme und sind keine direkten Konkurrenten. Ein professionelles Webdesign verwendet beide: SVG für alle grafischen Elemente (Logos, Icons, Illustrationen) und PNG – oder besser noch AVIF/WebP – für fotografische Inhalte. Wer ein Logo nur als PNG-Datei hat, kann erheblich von einer Konvertierung in SVG profitieren: schärfere Darstellung auf allen Geräten, kleinere Dateigröße und mehr Gestaltungsfreiheit.
Direkt im Browser erledigen — die Datei verlässt Ihr Gerät nicht: Bild umwandeln