PDF direkt in Word öffnen und bearbeiten

Microsoft Oct 13, 2026 4 min read

Wer regelmäßig mit Dokumenten arbeitet, kennt die Situation: Eine PDF-Datei liegt vor, aber der Inhalt muss überarbeitet, ergänzt oder in ein anderes Format übertragen werden. Seit Word 2013 bietet Microsoft eine praktische Funktion, mit der sich PDFs direkt in Word öffnen und bearbeiten lassen – ganz ohne Zusatzsoftware. Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie das funktioniert, wo die Grenzen liegen und wann andere Werkzeuge sinnvoller sind.

PDF direkt in Word öffnen – ab Word 2013

Microsoft hat mit Word 2013 die Möglichkeit eingeführt, PDF-Dateien nativ zu konvertieren und zu bearbeiten. Das Vorgehen ist denkbar einfach:

  1. Starten Sie Microsoft Word.
  2. Klicken Sie auf Datei → Öffnen und wählen Sie Ihre PDF-Datei aus.
  3. Word zeigt einen Hinweis, dass die Datei nun in ein bearbeitbares Word-Dokument umgewandelt wird – bestätigen Sie mit OK.
  4. Nach wenigen Sekunden erscheint der Inhalt im Word-Editor und kann wie ein normales Dokument bearbeitet werden.
  5. Speichern Sie das Ergebnis anschließend über Datei → Speichern unter im Format .docx.

Dieser Ablauf funktioniert mit Word 2013, 2016, 2019, 2021 sowie mit Microsoft 365 – sowohl unter Windows als auch auf dem Mac.

Was passiert beim Import mit der Formatierung?

Hier sind realistische Erwartungen wichtig. Word liest die PDF nicht einfach ein, sondern wandelt sie aktiv in ein editierbares Format um. Das Ergebnis hängt stark vom Aufbau der ursprünglichen PDF ab.

Kurz gesagt: Je simpler die PDF aufgebaut ist, desto besser das Ergebnis. Für schlichte Berichte oder Textdokumente leistet Word gute Arbeit. Bei designintensiven Layouts wird Nacharbeit nötig.

Formatierungsprobleme nach dem Import beheben

Nach dem Öffnen lohnt sich ein systematischer Blick auf das Dokument, bevor man mit der eigentlichen Bearbeitung beginnt:

Gescannte PDFs bearbeiten – OCR nutzen

Ein häufiges Missverständnis: Word kann nur PDFs mit echtem Textinhalt sinnvoll bearbeiten. Gescannte Dokumente, also Fotos von Seiten, enthalten keinen auswertbaren Text – Word erkennt die Seiten als Bilder und kann sie nicht editierbar machen.

Für solche Fälle ist eine Texterkennung (OCR, Optical Character Recognition) notwendig. Möglichkeiten:

Wann Word gut funktioniert – und wann nicht

Word-Import empfiehlt sich bei:

Andere Werkzeuge sind besser geeignet bei:

Bilder und Tabellen im importierten Dokument

Bilder, die Word aus der PDF extrahiert, sind meist als eingebettete Grafiken im Dokument enthalten. Sie lassen sich anklicken, verschieben und in der Größe anpassen – wie jede andere Word-Grafik. Für eine präzisere Positionierung empfiehlt sich die Option Mit Text in Zeile oder Vor den Text unter den Bildlayout-Einstellungen.

Tabellen werden von Word manchmal als strukturierte Tabelle erkannt, manchmal aber auch als reiner Text mit Tabulatoren. Im zweiten Fall hilft es, den Inhalt markiert über Einfügen → Tabelle → Text in Tabelle umwandeln in eine echte Tabelle zu überführen.

Als DOCX speichern und weiterarbeiten

Sobald das Dokument bereinigt und bearbeitet ist, sollte es als .docx gespeichert werden. Das stellt sicher, dass alle Word-Funktionen – Kommentare, Nachverfolgung von Änderungen, Makros – vollständig nutzbar bleiben. Wählen Sie dazu Datei → Speichern unter → Word-Dokument (.docx). Wer das Dokument anschließend wieder als PDF ausgeben möchte, nutzt Datei → Exportieren → PDF/XPS-Dokument erstellen.

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