Dropbox vs. OneDrive: Was ist die bessere Wahl?

Compare Oct 13, 2026 4 min read

Dropbox und Microsoft OneDrive sind zwei der etabliertesten Cloud-Speicherdienste auf dem Markt. Beide bieten zuverlässige Dateisynchronisation, Zusammenarbeit und plattformübergreifenden Zugriff – doch ihre Stärken liegen in unterschiedlichen Bereichen. Während Dropbox als unabhängiger Dienst gestartet ist, ist OneDrive tief in das Microsoft-Ökosystem eingebettet. Dieser Vergleich zeigt, welcher Dienst für wen die bessere Wahl ist.

Kostenloser Speicher: OneDrive hat die Nase vorn

Im direkten Vergleich bietet OneDrive mit 5 GB kostenlosem Speicher deutlich mehr als Dropbox mit nur 2 GB. Wer ein Microsoft-Konto hat – und das haben Windows-Nutzer fast automatisch – bekommt OneDrive ohne zusätzliche Anmeldung.

Plan OneDrive Dropbox
Kostenlos 5 GB 2 GB
Günstigster Bezahlplan 100 GB für 2 €/Monat 2 TB Plus für 11,99 €/Monat
Microsoft 365 Personal 1 TB inklusive (ca. 69 €/Jahr) –
Microsoft 365 Family 6 × 1 TB (ca. 99 €/Jahr) –
Dropbox Plus – 2 TB (11,99 €/Monat)
Business-Pläne Microsoft 365 Business ab 5,10 €/User/Monat Dropbox Business ab 15 €/User/Monat

Der entscheidende Punkt: OneDrive wird mit Microsoft 365 gebündelt. Wer ohnehin Word, Excel oder Outlook nutzt, bekommt 1 TB Cloud-Speicher ohne Mehrkosten – ein kaum zu schlagendes Preisleistungs-Verhältnis.

Office- und Google-Integration

OneDrive und Microsoft 365 – nahtlose Einheit

OneDrive ist faktisch untrennbar mit Microsoft Office verbunden. Dokumente, Tabellen und Präsentationen lassen sich direkt aus Word, Excel oder PowerPoint in OneDrive speichern und öffnen. Die Echtzeit-Kollaboration über Office for the Web ist tief integriert. Für Unternehmen, die Microsoft-Produkte einsetzen, ist OneDrive die logische Ergänzung.

Dropbox und Office/Google – via Integration

Dropbox hat ebenfalls eine Microsoft Office-Integration, die sich im Browser und Desktop bewährt, aber nicht so tief verzahnt ist wie bei OneDrive. Interessant: Dropbox bietet eine bessere native Integration mit Google Docs und Google Workspace als OneDrive. Wer zwischen beiden Ökosystemen wechselt, ist mit Dropbox flexibler.

Plattform-Unterstützung

Plattform OneDrive Dropbox
Windows Ja (nativ integriert) Ja
macOS Ja Ja
Linux Nur Browser (keine offizielle App) Ja (native App)
iOS Ja Ja
Android Ja Ja
Xbox Ja Nein
Webbrowser Vollständig Vollständig

OneDrive ist unter Windows tief ins Betriebssystem integriert und erscheint automatisch im Datei-Explorer. Auf Linux hingegen gibt es keine offizielle Desktop-App – dort punktet Dropbox klar.

Synchronisationsgeschwindigkeit

Dropbox hat seinen Ruf als schneller Synchronisierungsdienst über Jahre aufgebaut. Die Block-Level-Synchronisation überträgt nur die geänderten Dateiblöcke, nicht die gesamte Datei. Das ist besonders bei großen Dateien, die häufig geändert werden, ein erheblicher Vorteil.

OneDrive verwendet ebenfalls differenzielle Synchronisation, schneidet in unabhängigen Tests aber oft etwas langsamer ab als Dropbox – vor allem bei großen Dateimengen und vielen gleichzeitigen Änderungen. Für normale Nutzung ist der Unterschied jedoch marginal.

Sicherheit und Datenschutz

Sicherheitsmerkmal OneDrive Dropbox
Verschlüsselung bei Übertragung TLS TLS
Verschlüsselung im Ruhezustand AES-256 AES-256
Zwei-Faktor-Authentifizierung Ja Ja
Zero-Knowledge-Verschlüsselung Nein Via Dropbox Vault (begrenzt)
DSGVO-Konformität Ja (Microsoft EU-Rechenzentren) Ja
Ransomware-Schutz / Wiederherstellung Ja (bis 30 Tage) Ja (180 Tage Extended History)
Audit-Logs (Business) Ja (Microsoft 365 Admin Center) Ja

Business-Features im Vergleich

OneDrive for Business

Für Unternehmen ist OneDrive praktisch unschlagbar, wenn Microsoft 365 bereits eingesetzt wird. SharePoint-Integration, Teams-Synchronisation, umfangreiche Admin-Controls und Compliance-Features (ISO 27001, SOC 2, HIPAA) machen es zur Enterprise-Lösung. IT-Abteilungen schätzen die zentrale Verwaltung im Microsoft 365 Admin Center.

Dropbox Business

Dropbox Business bietet exzellente Teamverwaltung, granulare Freigabeberechtigungen und einen der besten Smart Sync-Mechanismen (Dateien werden virtuell im Explorer angezeigt, aber erst bei Bedarf heruntergeladen). Besonders stark ist Dropbox bei kreativen Teams, die viele Mediendateien (Fotos, Videos, Designdateien) verwalten: Vorschau, Kommentarfunktion und Präsentationstools sind ausgereift.

Gesamtvergleich auf einen Blick

Kriterium OneDrive Dropbox Gewinner
Kostenloser Speicher 5 GB 2 GB OneDrive
Preis-Leistung (mit MS 365) Sehr gut Mittel OneDrive
Office-Integration Nativ, tief Gut via Integration OneDrive
Linux-Unterstützung Nur Browser Native App Dropbox
Synchronisationsgeschwindigkeit Gut Sehr gut Dropbox
Mediendatei-Workflow Ausreichend Sehr gut Dropbox
Versionsverlauf 30 Tage (standard) Bis 180 Tage (Plus) Dropbox
Enterprise / Compliance Sehr gut Gut OneDrive

Fazit: Wer sollte was wählen?

OneDrive ist die klare Empfehlung für alle, die Windows und Microsoft 365 nutzen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist durch die Office-Bundles unschlagbar, und die tiefe Integration ins Windows-System macht die Nutzung mühelos. Unternehmen mit Microsoft-Stack sollten nicht zweimal überlegen.

Dropbox ist die bessere Wahl für plattformübergreifende Teams, Linux-Nutzer, kreative Berufsgruppen und alle, die Wert auf schnelle Synchronisation und einen langen Versionsverlauf legen. Wer kein Microsoft-365-Abonnement hat, bekommt bei Dropbox Plus zudem 2 TB Speicher in einem Paket.

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